Von der lokalen Etablierung zur Zukunft Europas: Unternehmerische Erfahrungen und Perspektiven in Deutschland

Von der lokalen Etablierung zur Zukunft Europas: Unternehmerische Erfahrungen und Perspektiven in Deutschland

Mehr als 70 Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft und Institutionen nahmen an einem von der Cámara und dem Wirtschafts- und Handelsbüro Spaniens in Berlin organisierten Unternehmertreffen teil, bei dem praxisnahe Beispiele für den Markteintritt und die Etablierung spanischer Unternehmen in Deutschland im Mittelpunkt standen

Die Handelskammer und das Wirtschafts- und Handelsbüro Spaniens in Deutschland organisierten am vergangenen Freitag, dem 9. Oktober, gemeinsam ein Unternehmertreffen in der Spanischen Botschaft in Berlin. Die Veranstaltung fand im Rahmen des vom Botschafter anlässlich des spanischen Nationalfeiertags ausgerichteten Empfangs statt. Mehr als 70 Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft und Institutionen nahmen daran teil. 

 

Das Treffen bot Raum für den Dialog und den Austausch von Erfahrungen über die Präsenz spanischer Unternehmen in Deutschland sowie über die Möglichkeiten der Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern angesichts der wirtschaftlichen und technologischen Herausforderungen Europas.

 

Zwei Dialogrunden über den Weg zum lokalen Marktakteur

An der ersten Gesprächsrunde mit dem Titel „Vom spanischen Unternehmen zum lokalen Marktakteur: wachsen, sich anpassen und Mehrwert in Deutschland schaffen“ nahmen Kristian Beucker, Geschäftsführer von Talgo Deutschland, Ramón Gil, Internationaler Direktor von Procubitos, und Ángel Navarro, HR Manager bei Care Vision, teil. Aus der Perspektive traditionellerer und etablierterer Branchen berichteten die Teilnehmer über ihre Erfahrungen auf dem deutschen Markt und diskutierten, welche Faktoren es spanischen Unternehmen ermöglichen, die anfängliche Phase des Markteintritts zu überwinden und sich als echte lokale Akteure zu etablieren.

 

Im Mittelpunkt der Diskussion standen die Voraussetzungen für nachhaltiges Wachstum in Deutschland, die Anpassung an die Besonderheiten des Marktes und die langfristige Schaffung von Mehrwert. Dabei wurde insbesondere die Bedeutung hervorgehoben, das lokale Geschäftsumfeld zu verstehen und eine solide Präsenz im Land aufzubauen.

 

An der zweiten Gesprächsrunde mit dem Titel „Gemeinsam die Zukunft Europas gestalten“ beteiligten sich Mattia Moscardino, CEO von GMV Deutschland, Gerd Hunno Philipps, CEO von Indra Deutschland, und Shervin Shahsavari, Vice President of Impact Studios und Unternehmensstrategie bei Plain Concepts. Mit einem Schwerpunkt auf technologischen und besonders innovativen Branchen beleuchtete die Diskussion, wie Spanien und Deutschland ihre unternehmerischen, technologischen und industriellen Kompetenzen ergänzen können, um die europäischen Herausforderungen gemeinsam zu bewältigen. Dabei wurde auch berücksichtigt, welche Bedeutung es hat, zunächst als lokaler Marktakteur Fuß zu fassen.

 

Der Austausch verdeutlichte zudem die kulturellen Unterschiede, die die Teilnehmer aus erster Hand erfahren haben. Besonderes Augenmerk galt dabei dem Talent und den Kompetenzen spanischer Fachkräfte sowie der Fähigkeit Spaniens, über seine Landesgrenzen hinaus einen menschlichen Mehrwert zu schaffen.

 

Ein Forum zur Stärkung der Wirtschaftsbeziehungen

Das gemeinsame Treffen unterstrich die Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen den spanischen Institutionen und der Unternehmenswelt, um die Wirtschaftsbeziehungen zwischen Spanien und Deutschland zu stärken, neue Geschäftsmöglichkeiten zu erschließen und den Austausch von Wissen und Erfahrungen zu fördern.

 

Im Anschluss an das Unternehmertreffen nahmen die Gäste am Empfang des spanischen Botschafters in Deutschland anlässlich des spanischen Nationalfeiertags teil. Dieser bot eine weitere Gelegenheit, die Beziehungen zwischen Vertretern aus Wirtschaft und Institutionen zu vertiefen.